Fassaden-Illumination am Melanchthonhaus
09.10.2026 um 19:30
Melanchthonhaus Bretten

Ein besonderes Erlebnis erwartet Besucherinnen und Besucher des Brettener Marktplatzes am Abend des 9. Oktober. Ab 20 Uhr erstrahlen Projektionen aus Licht, Farbe und KI-generierten Videowelten an der Fassade des Melanchthonhauses. Lichtkünstler Jürgen Scheible wird mit seinen Kreationen das diesjährige Ausstellungsmotto „Wir müssen reden“ dramatisch illuminieren. Ein Highlight sind dabei KI-Videoclips, die Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Workshops entwickelt und gestaltet haben, die die gemeinnützige Digitalwerkstatt tecspaze durchführt. Die jungen Leute haben Themen der aktuellen Sonderausstellung zu Melanchthon und Faust in moderne mediale Formate übertragen und mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen, die ihnen am Herzen liegen, verbunden.
Die Ausstellung „Wir müssen reden“ bringt zwei Zeitgenossen aus dem 16. Jahrhundert ins Gespräch, die auf den ersten Blick wie Gegenspieler wirken: den Reformator Philipp Melanchthon und Johann Georg Faust, den die Überlieferung als Zauberkünstler, Astrologen und Wunderdoktor vorstellt. Am bekanntesten wurde Faust als Urtyp des rastlosen Gelehrten bei Goethe. Melanchthon aus Bretten und Faust aus Knittlingen sind nicht nur in Nachbarschaft geboren. Sie verbindet auch ein gewaltiger Wissensdurst und große Rastlosigkeit. Und zugleich sind sie so verschieden: während es für Faust keine Grenzen des Erlaubten gibt und er sein Wissen nur für sich selbst nutzt, hat für Melanchthon alles Wissen der Gemeinschaft zu dienen. Grenzen sind dabei zu wahren.
Die Ausstellung „Wir müssen reden“ bringt zwei Zeitgenossen aus dem 16. Jahrhundert ins Gespräch, die auf den ersten Blick wie Gegenspieler wirken: den Reformator Philipp Melanchthon und Johann Georg Faust, den die Überlieferung als Zauberkünstler, Astrologen und Wunderdoktor vorstellt. Am bekanntesten wurde Faust als Urtyp des rastlosen Gelehrten bei Goethe. Melanchthon aus Bretten und Faust aus Knittlingen sind nicht nur in Nachbarschaft geboren. Sie verbindet auch ein gewaltiger Wissensdurst und große Rastlosigkeit. Und zugleich sind sie so verschieden: während es für Faust keine Grenzen des Erlaubten gibt und er sein Wissen nur für sich selbst nutzt, hat für Melanchthon alles Wissen der Gemeinschaft zu dienen. Grenzen sind dabei zu wahren.
Angesichts unglaublicher Fortschritte in den Wissenschaften, in der Atomphysik, Medizin oder Künstlichen Intelligenz, ist die Frage, wie weit wir gehen dürfen und sollen, heute mindestens genauso aktuell wie damals. Darüber müssen wir reden.
Die Sonderausstellung, ein Gemeinschaftsprojekt von Melanchthonhaus Bretten und Faust-Museum Knittlingen, kann bis zum 8. November besucht werden. Am 3. und 31. Oktober jeweils um 17 Uhr werden Kuratorenführungen angeboten, in denen Dr. Denise Roth vom Faust-Museum und Professor Dr. Christian Neddens vom Melanchthonhaus die Ausstellung vorstellen. Die Digitalwerkstatt tecspaze bietet noch bis zum 8. November weitere Workshops für Schulklassen und Jugendgruppen aus Bretten und der weiteren Umgebung an.
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